
Im CFM Schneidzentrum: Zweite multifunktionale MicroStep-Anlage der Baureihe MG
Gezielte Erweiterung: Mehr Effizienz in der Rohrbearbeitung
CFM Schiller investiert erneut in multifunktionale MicroStep-Technologie – jetzt auch mit integrierter Rohrbearbeitung
Publiziert 09.06.2026 | Melanie Söhnel
Unternehmensprofil:

Die CFM Schiller GmbH wurde 1978 gegründet und hat ihren Sitz in Roetgen nahe der belgischen Grenze. Das Unternehmen ist ein weltweit tätiger Systemlieferant für schwingisolierte Systeme und Prüfstandstechnik in industriellen Anwendungen. Zum Leistungsspektrum zählen Entwicklung, Projektierung, Produktion und Vertrieb überwiegend kundenspezifischer Lösungen aus eigener Fertigung. Ergänzend gehört seit Herbst 2024 auch der Lohnzuschnitt zum Dienstleistungsangebot. Zu den Kunden gehören unter anderem Automobilhersteller wie Audi und BMW, Universitäten, Prüfinstitute sowie Unternehmen verschiedenster Branchen.

Die 2024 installierte zweite Anlage der MG Baureihe verfügt über einen integrierten Rohrschacht zur Bearbeitung von Rohren mit Durchmessern von 30 bis 700 mm und Längen bis 9.000 mm.
Anlagenprofil:
Name- Netto-Bearbeitungsfläche für Bleche 9.500 x 2.500 mm
- Plasmarotator zur Schweißnahtvorbereitung bis 50° mit automatischer Kalibriereinheit
- Scanner ermöglicht nachträgliches Anarbeiten von Schweißnahtvorbereitungen (ABP-Technologie von MicroStep)
- Autogenschneiden
- Bohreinheit zum Bohren bis 40 mm und Gewinden bis M30
- Rohrschneidvorrichtung zur Bearbeitung von Rohren mit 30 bis 700 mm Durchmesser und 9.000 mm Länge
Die CFM Schiller GmbH ist Spezialist für Schwingisolierungssysteme und Prüfstandstechnik und entwickelt sowie produziert weltweit kundenspezifische Lösungen. Grundlage ist eine leistungsstarke eigene Fertigung mit modernem Maschinenpark. Seit 2018 setzt das Unternehmen im Bereich Zuschnitt auf eine multifunktionale 3D‑Plasmaschneidanlage der Baureihe MG von MicroStep. 2024 investierte CFM Schiller in eine zweite, erweiterte Anlage der gleichen Baureihe – für effizientere Rohrbearbeitung und den Einstieg in die Lohnfertigung.
Nachdem bereits erfolgreich eine erste MicroStep-Anlage in die Fertigung integriert wurde (→ siehe Referenzbericht), folgte 2024 der nächste konsequente Schritt: die Investition in eine zweite größer dimensionierte Anlage der gleichen Baureihe – diesmal ergänzt um einen Rohrbearbeitungsschacht.
Komplexe Abläufe gebündelt – Prozesse integriert
Im Fokus der Investition steht die Bearbeitung von Rohren für das Standardprodukt Luftfedern Typ GRB in der Schwingisolierungstechnik. Dabei werden Rohre mit einem Durchmesser von 558 mm verarbeitet: Innen- und Außenkonturen werden geschnitten und Schweißnahtvorbereitungen mittels 3D-Plasmarotator automatisiert angearbeitet. Vor der Erweiterung waren hierfür mehrere Arbeitsschritte auf unterschiedlichen Maschinen in verschiedenen Fertigungsbereichen erforderlich – ein aufwendiger und zeitintensiver Prozess. Mit der neuen multifunktionalen MicroStep-Anlage inklusive Rohrbearbeitungsschacht konnte CFM Schiller diese Abläufe grundlegend optimieren: Heute werden die zentralen Bearbeitungsschritte – Schneiden von Innen und Außenkonturen sowie das Anbringen von Schweißnahtvorbereitungen – auf einer einzigen Anlage gebündelt. Das Ergebnis ist eine deutliche Zeitersparnis bei gleichzeitig erhöhter Prozesssicherheit.
Erweiterte Kapazitäten und neue Geschäftsfelder
Im aktuellen Fertigungsbetrieb macht die Rohrbearbeitung rund 10 % der Gesamtproduktion aus. Zur optimalen Auslastung der zweiten Anlage wurde das Leistungsspektrum gezielt um den Lohnzuschnitt von Blechen erweitert, der inzwischen etwa 40 % der Produktion ausmacht. Bearbeitet werden überwiegend klassische Baustähle wie S355, ergänzt durch weitere Materialien wie beispielsweise Druckbehälterstahl P265 oder CroMo-Stahl. Das Spektrum reicht von 1 bis 150 mm Blechstärke: Dünnere Materialien werden im Plasmaprozess geschnitten, während ab etwa 40 bis 50 mm das Autogenschneiden zum Einsatz kommt.
Bewährte Partnerschaft fortgesetzt
Auch bei der zweiten Investition entschied sich CFM Schiller bewusst erneut für MicroStep. „Ausschlaggebend war für uns neben dem bewährten Gesamtpaket vor allem die hohe Qualität der Brennschnitte, die sehr guten Maßtoleranzen sowie die robuste und stabile Bauweise der Anlage im täglichen Einsatz“, so Marvin Weckmann, Abteilungsleiter Schneid- & Schweißzentrum.
Fazit: Strategischer Ausbau mit messbarem Mehrwert
Während die erste Anlage vor allem mehr Unabhängigkeit und Flexibilität in der Fertigung schuf, sorgt die zweite für eine deutlich effizientere Rohrbearbeitung durch gebündelte Prozesse. Gleichzeitig wurde mit dem Lohnzuschnitt ein zusätzliches Geschäftsfeld etabliert, um die erweiterten Kapazitäten optimal zu nutzen.
Damit unterstreicht CFM Schiller den eigenen Anspruch als „sich ständig wandelndes Unternehmen“, bei dem Anpassungsfähigkeit und zukunftsorientiertes Handeln die Entwicklung bis heute prägen.
Einmalige Gelegenheit:
Schauen Sie am Freitag, den 19. Juni, beim Tag der offenen Tür im CFM Schneidzentrum vorbei! Weitere Informationen zur Veranstaltung:
cfm-schneidzentrum.de

"Ausschlaggebend war für uns neben dem bewährten Gesamtpaket vor allem die hohe Qualität der Brennschnitte, die sehr guten Maßtoleranzen sowie die robuste und stabile Bauweise der Anlage im täglichen Einsatz."
Marvin Weckmann
Abteilungsleiter Schneid- & Schweißzentrum | CFM Schiller GmbH
DIE HIGHLIGHTS DER PLASMA-AUTOGENSCHNEIDANLAGE MG IM ÜBERBLICK:
3D‑Plasmaschneidanlage mit Autogenbrenner auf 9.500 × 2.500 mm Arbeitsfläche
Bei der zweiten Anlage setzt CFM Schiller erneut auf die multifunktionale Baureihe MG: eine 3D‑Plasmaschneidanlage mit Autogenbrenner und einer verlängerten und verbreiterten Bearbeitungsfläche von 9.500 × 2.500 mm für Blechtafeln. In die Anlage integriert ist ein Plasmarotator zum Fasenschneiden – etwa für die Schweißnahtvorbereitung bis 50° – in Kombination mit einer HiFocus 280i neo Plasmastromquelle von Kjellberg. Die entstehenden Stäube werden über ein extern aufgestelltes Absaugsystem von Donaldson gefiltert.
Rohrschneidvorrichtung zur 3D-Bearbeitung
Neben der Blechbearbeitung ermöglicht die um einen Rohrschacht erweiterte Anlage auch die flexible 3D-Bearbeitung von Rohren mit Durchmessern von 30 bis 700 mm und Längen bis 9.000 mm. Die automatische Rohrschneidvorrichtung rotiert die Werkstücke und bringt sie präzise in die jeweilige Schneidposition.
Vollautomatischer Bohrsupport und ABP-Laserscanner
Durch die Integration einer vollautomatischen Bohrspindel lassen sich bei der Bearbeitung von Blechen Bohrungen bis 40 mm Durchmesser, Gewinde bis M30 sowie Senkungen direkt in die Bauteile einbringen. Die ABP‑Technologie ermöglicht in Kombination mit einem Laserscanner zudem das nachträgliche Anarbeiten von Schweißnahtvorbereitungen an bereits gefertigten Blechen und Bauteilen.
Melanie Söhnel ist Teil des Teams Marketing & Kommunikation und liebt die Vielfalt ihrer Aufgaben. „Erlebnisse organisieren, Botschaften transportieren“ – so lässt sich Melanies Tätigkeitsfeld beschreiben, welches sich vom Eventmanagement bis hin zur internen und externen Kommunikation erstreckt. Eine abwechslungsreiche Spielwiese, bei der die große Leidenschaft der gelernten Fremdsprachenkorrespondentin für Organisation und Sprache tagtäglich gefordert ist.

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