Technologiesprung im Schiffbau

Eine MicroStep MG-Fasenschneidanlage im Betrieb

Technologiesprung im Schiffbau

Sata Shipbuilding stärkt seine Produktionsbasis mit einer individuell abgestimmten MicroStep-Plasmaschneidlösung für anspruchsvolle Schiffbauprojekte

Publiziert 01.07.2026 | Melanie Söhnel

Unternehmensprofil:

Sata Shipbuilding OyReposaaren maantie 17028880 PoriFinnland

Die Sata Shipbuilding Oy ist ein finnischer Schiffbau- und Stahlbauspezialist für komplexe Großstrukturen im Marine- und Offshore-Bereich. Das Unternehmen fertigt unter anderem Schiffsektionen, Module und Stahlkonstruktionen für anspruchsvolle maritime und industrielle Anwendungen. Sata Shipbuilding realisiert Projekte für internationale Werften, Energieunternehmen und Industriepartner – von Schiffbaukomponenten bis zu Offshore- und Spezialstrukturen.

www.satashipbuilding.fi

Erfolgreiche Umsetzung durch enge Zusammenarbeit und moderne Schneidtechnologie  
Die Lieferung der MicroStep Fasenschneidanlage bei Sata Shipbuilding war geprägt von einer engen Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Lieferant. Im Bild: Jukka Kukkumäki, Leiter Fertigung bei Sata Shipbuilding Oy, und Petri Halme von Machinery MT.

Anlagenprofil:

MG Baureihe
  • Netto-Bearbeitungsfläche 3.500 × 25.000 mm
  • Plasmarotator zur Schweißnahtvorbereitung bis 52° mit automatischer Kalibriereinheit und einer Hypertherm® XPR460™ Plasmastromquelle
  • Integrierte Markierfunktion

Am Standort Pori hat Sata Shipbuilding Oy eine neue MicroStep MG-Fasenschneidanlage in Betrieb genommen. Als einer von weltweit wenigen zentralen Akteuren beim Bau von Eisbrechern sowie Spezial-, Offshore- und Behördenschiffen sieht sich das Unternehmen steigenden Anforderungen gegenüber. Die Investition markiert einen konsequenten Technologieschritt – mit klaren Effizienzgewinnen bei Schweißnahtvorbereitung und Durchlaufzeiten.

Innerhalb der international agierenden maritimen Inocea-Gruppe nimmt Sata Shipbuilding eine zentrale Rolle ein und zählt zu den wenigen Spezialisten weltweit beim Bau von Eisbrechern. Am Standort Pori beschäftigt das Unternehmen rund 250 Mitarbeitende. In Kombination mit der Helsinki Shipyard verfügt die Gruppe über umfangreiche Neubaukapazitäten für parallele Projektumsetzung und kürzere Lieferzeiten. Mit wachsender Projektkomplexität reichte die vorhandene Schneidtechnologie jedoch nicht mehr aus. „Unsere alte Maschine stammte aus den frühen 2000er-Jahren und war technisch veraltet und erfüllte die aktuellen Anforderungen nicht mehr“, erklärt Jukka Kukkumäki, Leiter Fertigung. Schnell wurde deutlich, dass es nicht um einen reinen Ersatz, sondern um eine gezielte Weiterentwicklung der Produktion gehen musste. Gleichzeitig bleibt die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte eine Herausforderung. Vor diesem Hintergrund gewinnen effiziente, automatisierte Prozesse an Bedeutung.

Klare Entscheidung für Plasma: robuster und wirtschaftlicher

Bei der Wahl der Schneidtechnologie fiel die Entscheidung bewusst gegen Laser und zugunsten von Plasma. Ausschlaggebend waren die spezifischen Anforderungen im Schiffbau – insbesondere Materialstärken bis zu 50 mm sowie die realen Produktionsbedingungen. In der Praxis werden regelmäßig dicke Bleche verarbeitet, bei denen Plasma prozesssicherere Ergebnisse liefert und auch mit weniger idealen Oberflächen zuverlässig arbeitet. Vor diesem Hintergrund setzte sich die Plasmatechnologie als robustere und wirtschaftlichere Lösung durch.

Maßgeschneiderte Lösung für die Produktion

In der Konsequenz setzte man auf eine MicroStep-Anlage der MG Baureihe, die optimal auf die Anforderungen von Sata Shipbuilding abgestimmt ist – entscheidend waren im direkten Vergleich mehrerer Anbieter vor allem Leistungsfähigkeit, Bedienbarkeit und ein robustes, schneidstarkes System mit MicroStep-Fasenkopf und Hochleistungsstromquelle.

Die Anlage verfügt über einen 3,5 × 25 Meter großen Schneidtisch für die Bearbeitung von zwei 12 Meter langen Blechen in Durchlaufposition und ist damit konsequent auf die Fertigung großformatiger Schiffbaukomponenten ausgelegt. Eine Hypertherm XPR460 Plasmaquelle stellt die erforderliche Leistung bereit. Ergänzt wird das System durch eine integrierte Markierfunktion, mit der erforderliche Informationen direkt im Prozess permanent auf die Bleche aufgebracht werden können. Als integraler Bestandteil eines durchgängigen Produktionssystems ist die Anlage eng in die Planungs- und Softwarelandschaft integriert.

Reibungslose Umsetzung dank enger Zusammenarbeit

Die Einführung der Anlage verlief planmäßig: Nach der Installation Anfang April konnte Sata Shipbuilding bereits Mitte Mai in die Serienproduktion starten. „Die Abstimmung war von Anfang an reibungslos, die Inbetriebnahme lief problemlos – insgesamt verlief alles wie vereinbart“, berichtet Kukkumäki über die Zusammenarbeit mit Machinery MT, dem finnischen Vertriebspartner von MicroStep. Ein wesentlicher Faktor war die lokale Verfügbarkeit von Service und Ersatzteilen. „Bei Bedarf muss Unterstützung schnell verfügbar sein, und auch der Remote-Support muss zuverlässig funktionieren“, so Kukkumäki. Strategisch bestätigte sich die Entscheidung ebenfalls: „Die weite Verbreitung von MicroStep-Maschinen im Schiffbau hat unsere Entscheidung beeinflusst“, betont Produktionsleiter Tomi Nyroos.

Effizienzgewinne im Produktionsprozess

Die Effekte zeigen sich direkt im Betrieb: Bauteile können weitgehend ohne aufwendige Nacharbeit direkt in die Schweißmontage überführt werden. „Die Qualität ist hoch, und die Anlage arbeitet schneller als unsere alte Maschine. Wir erhalten deutlich fertigere Teile direkt aus dem Plasmaprozess – früher war erheblich mehr Nacharbeit erforderlich, heute gehen die Bauteile größtenteils ohne Schleifen direkt vom Schneidtisch in die Schweißstation. Das beschleunigt die Durchlaufzeiten und damit die gesamte Produktionskette“, erklärt Nyroos. Gerade bei großen Bauteilen spielt die Anlage ihre Stärken aus. „Plasmaschneiden ist für uns zentral – die Maschine muss große Baugruppen bewältigen. Die neue MicroStep erfüllt diese Anforderungen zuverlässig und unterstützt den gesamten Produktionsprozess“, so Kukkumäki.

Investition mit langfristiger Perspektive

Neben Effizienzgewinnen standen von Beginn an die Lifecycle-Kosten im Fokus. „Langfristige Kosten und Betriebssicherheit sind für uns entscheidend. Deshalb haben wir gemeinsam mit Machinery MT einen Servicevertrag für das MicroStep-System abgeschlossen. Wenn Service, Schulung und Remote-Support aus einer Hand kommen, schafft das Sicherheit und Vertrauen“, erklärt Kukkumäki. Die Investition ist damit mehr als ein technisches Upgrade: Sie optimiert die Produktion nachhaltig und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Schiffbau.

 

"Die Qualität ist hoch, und die Anlage arbeitet schneller als unsere alte Maschine. Wir erhalten deutlich fertigere Teile direkt aus dem Plasmaprozess – heute gehen sie größtenteils ohne Schleifen direkt vom Schneidtisch in die Schweißstation. Das beschleunigt die gesamte Produktionskette."

 

Tomi Nyroos

Produktionsleiter | Sata Shipbuilding Oy

 

DIE HIGHLIGHTS DER PLASMASCHNEIDANLAGE MG IM ÜBERBLICK:

3D-Plasmaschneidanlage mit einer Bearbeitungsfläche von 3.500 × 25.000 mm

Eine zentrale Anforderung an das neue Schneidsystem war die prozesssichere und effiziente Bearbeitung von Materialstärken bis zu 50 mm unter realen Produktionsbedingungen im Schiffbau. Zum Einsatz kommt bei Sata Shipbuilding Oy die MG Baureihe von MicroStep, die speziell für anspruchsvolle Plasmaschneidanwendungen ausgelegt ist.

Die Anlage ist mit einem leistungsfähigen Plasmarotator ausgestattet, der eine präzise Schweißnahtvorbereitung direkt im Schneidprozess ermöglicht. In Kombination mit der Hypertherm XPR460 Plasmaquelle gewährleistet das System eine hohe Schnittqualität bei gleichzeitig effizienter Bearbeitung. Die großzügig ausgelegte Bearbeitungsfläche von 3.500 × 25.000 mm ermöglicht die Bearbeitung von zwei 12 Meter langen Blechen hintereinander und unterstützt so die wirtschaftliche Fertigung großformatiger Bauteile. Ergänzt wird die Anlage durch eine integrierte Markierfunktion zur direkten Kennzeichnung der Bauteile sowie durch die Einbindung in die bestehende Produktions- und Softwareumgebung.

Melanie SöhnelMelanie Söhnel

ist Teil des Teams Marketing & Kommunikation und liebt die Vielfalt ihrer Aufgaben. „Erlebnisse organisieren, Botschaften transportieren“ – so lässt sich Melanies Tätigkeitsfeld beschreiben, welches sich vom Eventmanagement bis hin zur internen und externen Kommunikation erstreckt. Eine abwechslungsreiche Spielwiese, bei der die große Leidenschaft der gelernten Fremdsprachenkorrespondentin für Organisation und Sprache tagtäglich gefordert ist.

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