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Flottweg SE aus dem bayerischen Vilsbiburg entschied sich für eine flexible Plasmaschneidanlage

"Die Qualität der Schneidanlage ist so überzeugend, dass wir immer mehr Einsatzfelder zur wirtschaftlichen Fertigung von Produkten finden"

Mit der neuen CNC-Schneidanlage zum Plasmaschneiden und Brennschneiden für große Edelstahlstärken startet Flottweg SE durch - auch automatisierte Schweißnahtvorbereitung möglich

Publiziert 09.01.2017 | Erich Wörishofer

Unternehmensprofil:

Flottweg SE
Industriestraße 6-8
84137 Vilsbiburg
Deutschland

Das global agierende Unternehmen Flottweg SE hat sich mit der Entwicklung und Produktion von Dekanterzentrifugen, Separatoren, Bandpressen und Anlagen international einen Namen gemacht und ist weltweit für Zuverlässigkeit und höchste Produktqualität bekannt.

www.flottweg.com

Internationaler Branchenprimus  
Mit der Firma Flottweg SE aus dem bayerischen Vilsbiburg hat sich ein internationaler Branchenprimus im Bereich Trenntechnologie für eine Plasmaschneidanlage aus dem Hause MicroStep entschieden.

Mit der Firma Flottweg SE aus dem bayerischen Vilsbiburg hat sich ein internationaler Branchenprimus im Bereich Trenntechnologie für eine Plasmaschneidanlage aus dem Hause MicroStep entschieden. Auf der Anlage der MG-Baureihe wird hauptsächlich Edelstahl geschnitten – teilweise in großen Materialstärken. Das Unternehmen setzt dabei auf Schneidtechnik vom Weltmarktführer im Plasmaschneiden - mit speziellen Technologien beispielsweise zur Schweißnahtvorbereitung.

Seit mehr als 60 Jahren entwickelt und produziert Flottweg am Standort Deutschland Dekanterzentrifugen, Separatoren, Bandpressen und Anlagen, die international als extrem leistungsfähig und zuverlässig geschätzt werden. Weltweit beschäftigt das bayerische Unternehmen rund 750 Mitarbeiter. Flottweg-Technologien übernehmen in vielen Industriebereichen Schlüsselfunktionen beim Klären von Flüssigkeiten, Trennen von Flüssigkeitsgemischen und beim Konzentrieren und Entwässern.

Josef Geltinger, Meister Fertigung bei Flottweg, sieht über das gesamte Portfolio hinweg einen gemeinsamen Nenner: „Wir stellen Hochpräzisionsprodukte her.“ Genau dies sei letztlich auch der Hintergrund gewesen, dass man Bedarf für eine neue Schneidanlage gesehen hatte: „Wir wollten uns in der Schneidqualität weiter verbessern und gleichzeitig in der Lage sein, auch dickere Bleche aus Edelstahl schneiden zu können“, so Geltinger.

Qualitativ hochwertige Schneidergebnisse gefragt

Die grundsätzlichen Anforderungen an das neue CNC-Schneidsystem zum Plasmaschneiden beschreibt Geltinger folgendermaßen: Für das qualitativ hochwertige Schneiden mitunter dickerer Materialstärken sei man auf der Suche nach einer robusten CNC-Schneidemaschine gewesen. Außerdem sollte die neue Anlage auch in der Lage sein, Fasenschneiden zu können. Denn exakte Schweißnahtvorbereitungen spielen bei Flottweg im Produktionsprozess eine sehr wichtige Rolle. Alles Anforderungen, die die bis dahin im Einsatz befindliche Schneidanlage nicht erfüllen konnte.

Stabilität, Qualität und Optik geben den Ausschlag für MicroStep

Bereits 2013 hat man sich daher auf dem Markt umgesehen: Dabei habe man sich mit Maschinen mehrerer Hersteller beschäftigt. Auf einer Messe im Jahr 2013 habe man dann erstmals eine MicroStep-Anlage live in Augenschein genommen. Laut Geltinger hat der erste Eindruck voll und ganz gepasst: „Die Schneidanlagen haben optisch einen sehr guten Eindruck gemacht: Versorgungsleitungen sind sauber verlegt und die Führungsbahnen sind mit Blechen sauber abgedeckt und vor Verschmutzung geschützt.“ Zudem habe er sich davon überzeugen können, dass MicroStep-Schneidanlagen insgesamt sehr stabil und robust ausgeführt sind. Und im Vergleich zu anderen Herstellern hat auch die Ausführung des Fasenaggregats von MicroStep sowie dessen automatische Kalibrierung überzeugt (weitere Infos siehe EXTRA).

 

Die Qualität der Schneidanlage ist so überzeugend, dass wir immer mehr Einsatzfelder zur wirtschaftlichen Fertigung von Produkten finden und somit die Auslastung kontinuierlich steigern können.

 

Josef Geltinger

Meister Fertigung, | Flottweg SE

 

Anlagenprofil:

MG-PrA 9001.35
  • Netto-Bearbeitungsfläche 9.000 x 3.500 mm
  • integrierter Unterwasserschneidtisch
  • R5 Rotator zur Schweißnahtvorbereitung bis 50° mit vollautomatischer Kalibriereinheit 
  • integrierter Autogensupport

Saubere Oberflächen und hohe Winkeltreue

Um ganz sicher zu gehen, habe man im Anschluss an die Messe an verschiedenen Schneidsystemen mehrerer Hersteller Schneidversuche durchgeführt. Im Fall von MicroStep war man beispielsweise bei der Kraftanlagen München GmbH vor Ort – das Unternehmen schneidet seit 2011 mit einer Plasmaschneidanlage von MicroStep der MG-Baureihe und ist weltweit einer der wichtigsten Player im Kraftwerksbau. Folgende Punkte wurden bei den Versuchen genau unter die Lupe genommen: Saubere Oberflächen, die nicht zu rauh sind. Eine hohe Winkeltreue. Und ein möglichst exakter Anschnitt. Das Ergebnis fiel laut Josef Geltinger eindeutig aus: „Da haben die Schneidanlagen von MicroStep im Vergleich zu den Produkten anderer Hersteller einfach die besten Ergebnisse gebracht.“

Qualität und Zuverlässigkeit – darauf kommt es bei Flottweg nicht nur hinsichtlich der Verarbeitung der CNC-Schneidemaschinen an: „Unsere gesamte Produktion hängt ja auf Gedeih und Verderb von der Brennschneidmaschine ab“, sagt Geltinger. Und da die Anlage im Produktionsprozess an erster Stelle stehe, wäre auch der reibungslose Wechsel von der alten auf die neue Schneidanlage spielentscheidend gewesen. Aber das habe laut Geltinger reibungslos funktioniert, „die Monteure von MicroStep sind sehr gute und kompetente Leute!“

Geschnitten wird Edelstahl in einer Stärke von 2 bis 45 mm

In der Hauptsache wird auf der Plasmaschneidanlage bei Flottweg Edelstahl mit einer Materialstärke zwischen 2 und 45 mm geschnitten. „Dabei ist uns wichtig, dass wir auch bei dickeren Materialien durchstechen können“, sagt Geltinger. Die Platten haben eine Abmessung von bis zu 1,5 x 2,5 Metern und werden nicht nur geschnitten und mit Schweißnahtvorbereitungen versehen, sondern auch markiert: Per Plasmastrahl werden beispielsweise Teilenummern oder Markierungen für spätere Bohrungen angebracht.

Steigerung der Produktion, Minimierung der Nacharbeiten

Die Anlage der MG-Baureihe von MicroStep wurde Anfang Oktober 2014 in Betrieb genommen und läuft aktuell im eineinhalbschichtigen Betrieb. „Die Qualität der Schneidanlage ist so überzeugend, dass wir immer mehr Einsatzfelder zur wirtschaftlichen Fertigung von Produkten finden und somit die Auslastung kontinuierlich steigern können“, sagt Geltinger, der sich von der Neuanschaffung begeistert zeigt: „Wir haben bisher wirklich keinerlei negativen Erlebnisse gehabt!“ Alle Anforderungen, die man eingangs hatte, seien vollauf erfüllt worden. Und aufgrund der besseren Qualität im Vergleich zur alten Brennschneidanlage spart sich Flottweg laut Josef Geltinger darüber hinaus auch jede Menge aufwendige Nacharbeit.

EXTRA: DIE HIGHLIGHTS DER ANLAGE IM ÜBERBLICK

Integration bestehender Wasserschneidtisch

Die Anlage hat eine Bearbeitungsfläche von insgesamt 9.000 x 3.500 mm. Auf Kundenwunsch wurden ein Tisch zum Unterwasserschneiden sowie zwei bestehende Trockentische in die Anlage integriert. Letztere wurden dabei mit der neusten MicroStep-Technologie ausgerüstet – inklusive automatischer Klappen- und Zonenansteuerung.

 

Plasma-Rotator für Schweißnahtvorbereitung & Autogensupport

Ein Highlight der Schneidanlage ist der neue R5 Plasma-Rotator von MicroStep, der präzise Fasen und Schweißnahtvorbereitungen bis 50° an Bauteilen anbringt. Serienmäßig endlos-drehend, liefert das Aggregat eine beim Plasma-Fasenschneiden noch nie dagewesene Schnittqualität und Prozesssicherheit. Gleich ob X-, Y-, K- oder variable Fase. Eine Reihe an patentierten Assistenzsystemen – wie die extrem zeitsparende automatische Kalibriereinheit (ACTG®), eine präzise Höhensteuerung (ATHC®) und die adaptive Fasenwinkel-Kompensation (ABC®) – sorgen für eine sehr hohe Maßhaltigkeit. Bei der Schneidtechnologie hat sich Flottweg für eine extrem leistungsfähige CNC-Plasmaquelle HiFocus 440i neo mit 10 bis 440 Ampere von Kjellberg Finsterwalde entschieden. Zusätzlich wurde auf der Portalbrücke ein Autogensupport zum autogenenen Brennschneiden integriert.

Vorbereitung Behälterbodenbearbeitung und Anlagenverlängerung

Eine verstärkte und verlängerte Version des Z-Achsen Supports ermöglicht es, mit dem Plasma-Rotator künftig optional auch Behälterboden oder Klöpperboden zu bearbeiten und beispielsweise mit Löchern für Stutzen zu versehen.  Außerdem wurde die Plasmaanlage bereits vorab mit verlängerten Steuerleitungen und Schlauchpaketen ausgestattet, um eine spätere Verlängerung des Schneidsystems auf bis zu 12 Meter Länge zu ermöglichen.

 

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